Mit dieser Chronik möchten wir etwas über unseren Verein, der nun schon 66 Jahre in Witterschlick aktiv ist, berichten.

1947  trafen sich einige Frauen und Mädchen, die sich aus den ortsansässigen Vereinen, Gesangsverein ,,Rheingold” Witterschlick, ,,Turnerbund 06” Witterschlick und dem Junggesellenverein ,,Gemütlichkeit” Witterschlick zusammen setzten, um einen Karnevalsverein zu gründen. Es sollte ein Damenkomitee gegründet werden, denn die Damen wollten besonders Weiberfastnacht nach rheinischen Humor feiern. Die Anregung dazu gaben Ännchen Klaudt und Helene Buchholz.

Da man praktisch aus dem Nichts und ganz ohne Kapital anfangen musste, übernahmen die drei genannten Vereine die Patenschaft. Sie wollten bei finanziellen Engpässen dem neu gegründeten Damenkomitee unter die Arme greifen. Mit diesem beruhigendem Gefühl wurden die ersten Veranstaltungen abgehalten. Es stellte sich aber schnell heraus, dass der neu gegründete Verein ohne Hilfe auskommt.

Der Name Tonmöhne resultiert aus dem Tonabbau in Witterschlick. Zurückführend auf den Namen Tonmöhne haben die Damen sogar ein eigenes Lied gedichtet: Das Tonlied. Sehr zu Freuden des damaligen Hauptsponsors Albert Braun (Tonwerke Braun).

Helene Alef wurde erste Präsidentin des Vereins. Nach drei Jahren dankte sie ab und ihre Nachfolgerin wurde Zilli Lammerich. Fünf Jahre später gab Frau Lammerich ihr Amt aus Zeitmangel wieder ab und so wurde Katharina Birrenbach für vier Jahre auf den Narrenthron gewählt.

Unter  ihrer Regentschaft wurde 1956 die erste Damentanzgruppe der Tonmöhne  gegründet und das erste und wohl auch das einzigartigste Prinzenpaar von Witterschlick proklamiert. Es bestand aus zwei Frauen. Als Karl I. regierte Kati Sühl zusammen mit Maria Buchholz als Tona I. die Witterschlicker Narren. Nach vier erfolgreichen Jahren legte Frau Birrenbach aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt nieder. Ihre  Nachfolgerin wurde Anna Rosenau. Auch sie war für den so erfolgreichen Verein ein Glücksgriff. Noch im selben Jahr, das heißt 1959, wurde die erste Kindersitzung zur großen Freude der Witterschlicker ,,Pänz” und  ihren Eltern veranstaltet. Endlich wurde etwas für Kinder geboten. Durch die Kindersitzung verfügte der Verein nur zwei Jahre später auch über eine Kindertanzgruppe. 1963 wurde das erste Kinderprinzenpaar, Prinz Robert I. (Heute Friseurmeister Robert Fuhs) und Prinzessin Birgit I. (Ohlenhardt) proklamiert.

Dreizehn Jahre regierte Anna Rosenau erfolgreich den Verein. Dann gab sie die Präsidentschaft an Hildegard Häger ab. Zwei Jahre später gab sie leider ihr Amt wieder ab und es wurde Agnes Weber gewählt. Leider gab auch sie  ihre Präsidentschaft nach nur drei Jahren wieder ab. Durch den schnellen Präsidentenwechsel kam Unruhe in den bis dahin so erfolgreichen Verein.

Unter den Diskussionen eine neue Präsidentin zu finden, splittete sich das Domenkomitee und manche Damen verließen sogar den Verein. Die Tanzgruppen fielen auseinander und die Kindersitzungen fanden leider nicht mehr statt. Das war der erste Tiefschlag, den der Verein zu meistern hatte.

Gewählt wurde im Anschluss Otti Weber. Sie rief den Hausfrauennachmittag ins Leben, der immer Anfang November stattfand. Sie bot den Witterschlicker Frauen mit dieser Veranstaltung in einem gut besuchten Saal ein paar Stunden Frohsinn und Freude.

1987 führte das Damenkomitee wieder eine Proklamation durch und es wurde erneut eine Kindertanzgruppe gegründet.

Otti Weber hatte fünfzehn Jahre den Narrenthron fest im Griff. Ihre Nachfolgerin wurde 1993 Doris Viernich. Noch im gleichen Jahr wurde aus dem Hausfrauennachmittag ein Bunter Nachmittag und von mittwochs auf Samstag verlegt. Zu den Gästen zählten von nun auch Herren. Pünktlich zum 50. Jubiläum des Vereins wurde aus dem Bunten Nachmittag wieder eine Abendveranstaltung inkl. Proklamation von Prinz Harald I. (Vianden) und seine Lieblichkeit Käthe III.

Das war der Auftakt zur erfolgreichen Prunksitzung.

Bis Februar 2003 war Doris Viernich Präsidentin der Tonmöhne und sie regierte genau zehn Jahre das Narrenschiff.

Wieder einmal wurde die Diskussion einer neuen Präsidentschaft dem Verein zum Verhängnis. Die große Novembersitzung fiel aus. Viele Vereinsmitglieder verließen das Damenkomitee und der Verein drohte auseinander zu fallen. Es wurde eine außerordentliche Versammlung einberufen und mit den paar übrig  gebliebenen Vereinsmitgliedern darüber beraten, was nun geschehen soll.

Da die Jugend den alteingesessenen Verein nicht aufgeben wollte, wurde beschlossen, aus dem Damenkomitee Tonmöhne unter dem ersten Präsidenten Michael Bois, den Karnevalsverein Tonmöhne zu gründen. Der Name Tonmöhne sollte natürlich traditionell beibehalten werden. Da im Hintergrund unsere Männer, Söhne und Freunde das Damenkomitee schon länger unterstützten, sollten sie dies nun ganz offiziell als Vereinsmitglieder im neuen Verein tun.

Unter der Regie von Michael Bois fanden dann die Prunksitzung im November 2004 und die Weiberfastnachtsitzung 2005 statt. Die Weiberfastnachtsitzung (de Kaffeeklatsch) findet seitdem nach alter Manier, zusammengestellt aus eigenen Kräften im Witterschlicker Pfarrzentrum statt. Aus zeitlichen und beruflichen Gründen gab Michael Bois seine Präsidentschaft noch im gleichen Jahr an Albert Lange - Hegermann weiter. Die Präsidentschaft übernahm er bis zu den Neuwahlen nur kommissarisch. Im Juli 2005 wurde Albert Lange - Hegermann als Präsident bestätigt. Mit ihm hatte der Verein wieder einen guten Griff getan. 2013 musste Albert Lange-Hegermann das Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Irene Ossowski übernahm das Amt kommissarisch bis sie im November 2014 das Amt auch regulär übernahm und seitdem 1. Vorsitzende ist. Der  Karnevalsverein Tonmöhne zählt mittlerweile 60 Mitglieder, ferner verfügt der Verein wieder über eine Showtanzgruppe, eine Gardetanzgruppe, eine Kindergarde und sogar über ein tolles Rednerduo, die es verstehen ihr Publikum zu begeistern.

Trotz Turbulenzen, Höhen und Tiefen oder vielleicht genau deswegen bereitet Vereinsleben auch viel, viel Freude.

Viele gesellige, lustige und frohe Stunden haben wir bisher gemeinsam verlebt und das nicht nur in der Karnevalszeit sondern auch im Jahr über wird Geselligkeit groß geschrieben. Ausflüge ob jung oder alt, Fahrradtouren, Grillfeste, Partys, Weihnachtsfeiern, Theaterbesuche usw. gehören einfach dazu und werden vielen, die bisher daran teilgenommen haben, in schöner Erinnerung bleiben. Vereinsleben beinhaltet aber auch:

Jugendarbeit leisten. Soziales Engagement. Die Vereins- und Dorfgemeinschaft fördern.

Sind Sie nun ein wenig neugierig auf unseren Verein geworden?

Dann  sollten Sie bei uns vorbeischauen und uns als aktives, inaktives Mitglied oder auch als Gast unserer Veranstaltungen unterstützen.

 

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